Beitrag vom 10 März 2009
Die Zutaten
Das Warhammer 40.000 Universum ist über Jahrzehnte gereift, ausgeklügelt, herrlich abgedreht und bietet jede Menge Möglichkeiten für spannende Geschichten auf dem Spielbrett, in Büchern und Videospielen.
Der Entwickler Relic Entertainment hat zwei grandiose Echtzeitstrategiespiele veröffentlicht, nämlich Company of Heroes und Dawn of War 1.
Das Genre der Echtzeitstrategie hat seinen Zenit überschritten. Höchstens noch durch grandiose Präsentation und (nicht: oder) überlegtes Game Design sowie gutes Level Design lasen sich spannende Spiele erstellen, die aus der Masse rausragen.
Die Formel
WH 40k toll + Relic toll + RTS Genre fast tod = Dawn of War 2 ____
Die Auflösung
Dawn of War 2 doof.
Daher sah es am Anfang gar nicht mal schlecht aus. Die Grafik ist spitze, die vier Völker dank WH Universum interessant, markante Helden Marke “Die Stimme kann nicht genügend Bass haben”, kurz: die Präsentation stimmt einfach. Leider sieht es beim Game Design nicht so toll aus. Mit dem Verzicht auf Basenbau zugunsten einer Charaktertruppe ähnlich eines Rollenspiels kann ich ja noch leben, aber Missions und Level Design sind mies. Die Missionen sind generisch alle nach dem Schema: Am unteren Ende der Karte anlanden, über drei Wegpunkte nach oben kämpfen und einen starken Levelendgegner besiegen. Der Levelendgegner lässt sich beliebig mit einem Fahrzeug, einem Monster oder einem Charaktermodell austauschen, dank drei gegnerischer Völker gibt es hier einige Möglichkeiten. Ab und an gibt es mal stumpfe Nebenmissionen in denen kleine Vorposten gegen eine feste Anzahl von Gegnerwellen gehalten werden müssen. Langweilig.
Die gute Präsentation und die an sich unterhaltsame Hintergrundgeschichte verleiten einem zum weiterspielen, nur um sich nach drei gespielten Leveln über mangelnde Abwechslung oder Aufgaben zu ärgern.
Mein Tipp: Sqaud Command für die PSP spielen. Das läuft rundebasiert ab, bietet nur zwei Völker, dafür vergleichbare Zwischensequenzen und vor allem spaßige Missionen.